Entwicklungsbeobachtung

Wenn wir das Kind eindringlicher studieren, als wir es bis jetzt getan haben, entdecken wir Liebe in allen ihren Aspekten. Die Liebe ist nicht von den Dichtern und den Propheten analysiert worden, sondern von der Realität, die jedes Kind offenbart.“ Maria Montessori

 

Wir Tagesmütter gehen individuell auf das einzelne Kind ein, indem wir durch bewusstes, einfühlendes Beobachten und Hinschauen herausfinden,

  • was das Kind bewegt,
  • womit es gerade beschäftigt ist,
  • in welcher Gefühlslage es sich befindet und
  • wo es Unterstützung braucht.

Dadurch spürt das Kind Interesse und die aufmerksame Zuwendung von uns und wird in seinem Selbstwertgefühl gestärkt. Denn Beobachten ist Beachten. Anhand dieser Beobachtung treten wir in Kontakt mit den kindlichen Interessen und Bedürfnissen und können so die Angebote und Anregungen besser den individuellen Interessen und Bedürfnissen der Kinder anpassen. Auch können wir die Stärken des Kindes im Blick behalten und sie bewusster loben und ermutigen. Gleichzeitig hilft es Spiel-, Bewegungs- und Kreativanregungen für die Kinder besser abzustimmen.

Die Beobachtung dauert ca. 10 Minuten. Wir achten entweder auf das Verhalten oder den Entwicklungsstand, wie z.B.:

  • Spielverhalten und –kontakte (z.B. Geht es beim Spielen auf andere zu oder lässt es sich lieber einladen?)
  • Das Verhalten bei Auseinandersetzungen (z.B. Wann, wo und bei welcher Gelegenheit treten am häufigsten Konflikte auf und wie werden sie gelöst?)
  • Das Geschlechtsverhalten (z.B. Wie reagieren die anderen Kinder, wenn sich ein Kind „untypisch“ verhält?)

 

Diese Beobachtung und Entwicklung des Kindes halten wir schriftlich bzw. mit Bildern fest und schildern diese in Absprache mit den Eltern einmal im Jahr.

Mal-, Bastel- und Kreativarbeiten werden zum Teil gesammelt und mit Datum beschriftet in einem Ordner aufbewahrt. Einen anderen Teil können die Kinder mit nach Hause nehmen und ihrer Familie zeigen und/oder schenken.

Vieles wird auf Fotos festgehalten, und auf Wunsch der Eltern erhalten sie diese jährlich.